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 Pre & PowerAmp


 Beschreibung des Kunden:

Hallo Herr Reith,

eigentlich wollte ich ihnen schon lange eine Beschreibung und Bilder des Werdegang der Verstärker zukommen lassen...jetzt möchte ich es nachholen.
Sie können diese gerne auf ihrem Onlineauftritt veröffentlichen.

Ein ordentlicher LS will von einem Pedant der seiner würdig ist gefüttert werden. Da ich das Projekt "Hörgenuss neu erleben" ganzheitlich angehen wollte, machte ich mich nach einem würdigen Verstärker auf die Suche.

der Weg zu Herrn Reith…
der erste Gedanke war, die einschlägigen Fachzeitschriften abzugrasen um mich dann zwischen ein paar Kandidaten durch einen Hörvergleich zu entscheiden. Auf der Liste standen dann Geräte der 1000€ Klasse von NAD, VINCENT, T+A…doch wie es oft so ist, es kommt immer anders. Als ich mich im Netz über LS Bausätze schlau gemacht habe, stieß ich immer wieder auf den Namen Reith. Umso mehr ich dann darüber las, desto weniger kam es für mich in Frage einen Verstärker "am Stück" zu erwerben. Zum Schluss spielten mehrere Faktoren zu der Entscheidung bei, die Amps bei Herrn Reith zu ordern…die Herausforderung des selber Bauens, die Möglichkeit das Erscheinungsbild selber zu bestimmen, die sachliche und informative HP von HR und natürlich die vielen Hörerfahrungen der Besitzer solcher Amps.

Teile bestellt…
von vorne herein stand für mich fest, die Amps selber zu bestücken. Bei HR orderte ich die Platinen + schwer zu bekommende Teile (Trafos, gr. Elkos, MosFets, 0,1Ohm Widerstände…. Den Rest orderte ich bei REICHELT. Bei Bauteilen, wo ich mir in der Ausführung/Baugröße nicht sicher war zog ich die kompetente Hilfe der Mitarbeitern von SEGOR zur Hilfe. Da ich in Berlin wohne kam es mir natürlich sehr entgegen auf SEGOR zurückgreifen zu können, kann ich jedem nur ans Herz legen. Bei Bauteilen, wo man in der qualitativen Ausführung Spielraum hatte, zog ich es stets vor keine Kompromisse einzugehen.

Gehäuse…
zu dem Zeitpunkt, als ich mich zu dem Bau der Amps entschieden hatte, wusste ich dass das Gehäuse was besonderes werden sollte…es sollte mich dann auch am meisten Zeit, Mühe und jede Menge Nerven kosten. Da eine Metallkiste (Gehäuse) nicht in Frage kam, tendierte ich kurz dazu das Gehäuse aus 6mm transluzentem Acrylglas zu bauen. Der Gedanke an ein Gehäuse aus einem Guss im Apple Design mit einem Blau/Weißen Display hatte seine Reize. Da ich jedoch beim Verkleben von Acrylglas schon etliche Erfahrungen hatte, war ich mir schnell sicher, das Ergebnis was ich mir wünschte nicht selber fertigen zu können. Hängen geblieben war "ein Gehäuse aus einem Guss". Da ich in letzter Zeit immer wieder mit versch. Gießmassen experimentiert hatte (Polyester, Polyurethan, Silikon… schoss ich mich auf eine Gießmasse (Acrystal) ein, die zum Teil einen Binder aus Acryl und einen Teil aus Gips enthält…und die Idee ein Gehäuse in Betonoptik war geboren. Das traf auch am Besten meinen Eindruck der Amps von HR, zwei Kraftwerke. Die Platinen wollte ich auf eine Grundplatte montieren, auf diese dann das Gehäuse einfach von oben übergestülpt werden sollte…keine Naht, keine sichtbaren Verbindungsstellen. Wer hierzu genaueres wissen möchte, sollte mich explizit fragen…die Auswahl des Meterials zum Formenbau etc…das würde jetzt den Rahmen sprengen (siehe auch Bilder). Den Platz für das Display des PreAmp sparte ich schon in der Form aus, da ich erstens das Gehäuse so wenig wie möglich nacharbeiten wollte und dort eine Materialstärke von 2mm die Bedienung vereinfacht. In die fertigen Gehäuse bohrte ich dann lediglich Löcher für die Netzkabel, Schalter, Anschlussbuchsen. Die LEDs der Bedieneinheit lies ich hinter einem dunkelgrauen Acrylglas (Solaris) verschwinden. Damit nur noch das gegossene Gehäuse sichtbar ist, sparte ich beim Gießen auch eine Nut für die Bodenplatte aus. Das Gehäuse des Pre ist komplett geschlossen, beim PowerAmp habe ich zur Entlüftung 3 Löcher gebohrt…wird kaum warm die Kiste.

Platinen bestücken…
da ich in einer weit zurückliegenden Ausbildung in den Genuss kam, Platinen über Platinen zu bestücken, sah ich im reinen Bestücken und Löten keine Schwierigkeiten. Teilweise war das Besorgen der Teile nicht ganz so einfach wie ich es mir vorgestellt hatte. Die LM317T bekam ich z.B. nur mit einem dünnen Blech, an dem man den Kühlkörper befestigt. Hier musste ich dann auf Kühlkörper zum anschrauben ausweichen, da die Klemmbaren hier nicht halten. Doch wenn ich bei REICHELT nicht weiterkam, kam SEGOR wie gerufen. Die Installationsteile holte ich oft bei CONRAD, da ich zu dem nur 5 min. Fußweg habe. Ich empfehle jedem unbedingt alles was HR zum Bau der Amps schreibt, genau und aufmerksam zu lesen. HR empfiehlt z.B. den großen Kühlkörper für die Power-FETs erst zu montieren, dann FETs einlöten. Wenn man die FETs mit Klammern am Kühlkörper befestigen möchte, ist diese Reihenfolge ein Muss. Da ich die FETs zuerst eingelötet hatte um erst ganz zum Schluß den Kühlkörper zu befestigen (FETs waren schon abgezwickt), passten die Klammern von der Länge nicht mehr. Deshalb ist mein Kühlkörper geschraubt (angezeichnet, gebohrt u. Gewinde geschnitten). Das kostet alles Zeit :-) Von Silberlot rate ich persönlich ab. Der Mehrwert den sich viele davon versprechen (???) steht nicht im Verhältnis zum besch… Fließverhalten gegenüber normalem Lot (auch bei hoher Löttemperetur….)

Zusammenbau…
Die Trafos habe ich je mit einer Edelstahlschraube an der Grundplatte verankert (kann hier nur Schrauben Witte empfehlen) und mit den vorgefertigten Steckern am Netzmodul bzw. Hauptplatine verbunden. Da ich am Gehäuse des Pre eine Aussparung für die Cinchanschlüsse vorgenommen hatte, war dieser schon fertig (Display einfach gesteckt). Beim PowerAmp lötete ich die Verbindungen zu den Cinchbuchsen und LS-Buchsen an beiden Seiten fest.

Inbetriebnahme…
Im Gegensatz zu den LS war ich hier um ein vielfaches mehr aufgeregt…zum einen was den Klang und aber auch was DEN Moment anbelangt, ob es überhaupt funzt. Den Pre schaltete ich zuerst ein (beide Geräte weder noch mit LS oder CDP verbunden). Soweit schien alles zu gehen, doch wenn ich den Eingang wechselte, hörte ich kein Relais klicken…Stummrelais??? Der PowerAmp ging auch nicht in Rauch auf, also mal das Ganze verkabeln. Hier Eindruck wie gehabt, Pre zeigt am Display Funktion, jedoch kein Laut zu hören…Schei…
Das Ende vom Lied war, dass ich das Display des Pre an der falschen Buchse eingesteckt hatte (für die Extensionmodule), das Eingangsmodul vom PowerAmp hatte ich von Anfang an erfolgreich ignoriert und somit auch nicht bestückt/verbaut (ohne läuft nix) und meine beiden OPA627 hatten eine Macke (hat vermutlich jemand den Mülleimer von BB verkauft).

Der erste Ton…
es war "till the sun turns black" von Ray Lamontagne. Diese CD liegt mir schon seit längerem am Herzen. Die Mischung aus Gesang, Akustikgitarre und teilweise klassischen Instrumenten finde ich gepaart mit der Aufnahmequalität einmalig. Wie jedoch die BlueNote mit der Aufnahme umgehen ist eine Offenbarung. Die feine Auflösung, die Räumlichkeit, das verschmelzen aller Chassis zu einem, die Unaufdringlichkeit kombiniert mit der angenehmen Präsenz, nicht im Ansatz störend…ich könnte Seitenweise so weitermachen.
Mittlerweile habe ich mich an das Hören im Raum mit LS gewöhnt (vorher nur mit Kopfhörern) und muss sagen, was die Kombi aus der CD holt ist genau das was rein gesteckt wurde. Alles wirkt unglaublich akkurat, plastisch, wie aus dem vollen gemeiselt…nichts scheint dem Zufall überlassen…eine Detailtreue die ich bis dahin noch nie gehört hatte…und die exakt zu meiner Art Musik zu hören passt…Treffer
Betrieben wird die Kombi von Hubert Reith mit einem CDP von Sony, selbst konfektionierten Chichkabeln NF-202 von InAkustik und LS Kabeln von DNM Reson. Die Lautsprecher stammen aus der Schmiede von Udo Wohlgemuth und heißen BLUENOTE.

Anbei Bilder vom Gehäusebau und den fertigen Amps...

Viele Grüße
...




 
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