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Kostenzusammensetzung


Die üblichen Hinweise auf die hohen Kosten eines "Digital Verstärkers" möchte ich an dieser Stelle nicht unkommentiert lassen. Schaut man sich die Produktionskosten einmal genauer an, so stellt das Gehäuse oft den größten Anteil. Hier erwartet der Kunde Wertigkeit, das fasst er an, das sieht er an. Bei einem Endverstärker geht von den Kosten für die Elektronik dann 50-70% in das Netzteil. Bei teuren Geräten ist der Anteil eher hoch, bei preiswerten wird hier gerne der Rotstift angesetzt. Vom kleinen Rest geht wieder mehr als die Hälfte für Buchsen und Kühlkörper drauf. Einsparungen an diesen Kontaktstellen werden in Tests gerne kritisiert, dicke Goldauflagen und Nobel-Lautsprecherklemmen positiv hervorgehoben. Nun, jetzt bleibt nur noch ein ganz kleiner Betrag für die eigentliche Schaltung übrig. Selbst wenn dies etwas teurer wird, aber dafür an den Kosten für Kühlkörper und Netzteil eingespart werden kann, so könnte das Endgerät dennoch preiswerter sein. Wenn "Digital-Verstärker" heute als teuer gelten, dann liegt dies offensichtlich nicht an den Bauteilpreisen.






Hier zum Vergleich ein klassischen Beispiel eines HighEnd-Verstärkers (links). Schon von optischen Eindruck her lässt sich erahnen, dass Geräuse und Netzteil sicher nicht ganz billig sein können.
Die enormen Kosten für große Kühlkörper, dicke Frontplatten... kann man bei class d einsparen oder dort investieren, wo man es auch hören kann(rechts).


   
http://hifiakademie.de/?id=1.8.5 2010/09/06 16:41:34 CEST