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Audio-Verstärker arbeiten in der Regel auch heute noch so wie zu Beginn der Halbleiter-Ära. Die einzige grundsätzliche Verbesserung brachte die Komplementär-Ausgangsstufe und der Verzicht auf einen Ausgangskondensator. Peisreduzierungen der Halbleiter, deutlich gestiegene Qualitäten und das Wissen um deren optimierten Einsatz haben die klanglichen Leistungen der Verstärker auf das heutige Niveau gehoben. Jedoch wird es zunehmend schwerer, noch entscheidende Fortschritte zu erzielen. Dabei hat sich gezeigt, dass es nicht die komplexen Schaltungen mit Messwertrekorden sind, die den Hörer in ihren Bann ziehen, sondern die einfachen, kurzen Konzepte.

Die Geräte von berühmten Firmen wie Naim, Phonosophie, Mark Levison.... beweisen, dass es nicht mehr die eigentliche Schaltung, sondern das Umfeld ist, welches den Unterschied zwischen HiFi und HighEnd macht. Bezüglich des Netzteils lernen wir vom CD-Player bis zur Endstufe, dass es in entscheidendem Maße den Klang beeiflusst. Um so erstaunlicher ist es, dass man gerade bei Endverstärkern in der Regel weniger als 50% der wertvollen Netzteil-Energie für die Last zur Verfügung stellt. Der Rest wird an teuren Kühlkörpern "verbraten".

Genau hier setzen getaktete Konzepte an, mit deren Hilfe der Wirkungsgrad auf über 90% verbessert werden kann. So kann praktisch die gesamte Netzteil-Energie an die Last abgegeben werden. Aber weniger Abwärme bedeutet nicht nur kleinere Kühlkörper, sondern damit verbunden auch kompaktere Abmessungen, kürzere Signalwege und weitere vorteilhafte Eigenschaften.

Dabei wird die Endstufe im Schaltbetrieb mit einer hohen Taktfrequenz ständig umgeschaltet. Die Pulsbreite (PWM) oder die Pulsdichte (PDM) ist dabei ein Abbild des Signals. Dieses Signal wird in einem Ausgangsfilter integriert und stellt so wieder das analoge Signal für den Lautsprecher zur Verfügung.

Dieses Prinzip ist jedem von uns aus CD/DVD-Playern und anderen Digitalgeräten von den sogenannten 1bit-Wandlern bekannt. Auch hier liefert der Wandler ein PDM-Signal an seinem Ausgang. Der nachfolgende I/U-Konverter und Tiefpass haben die gleiche Aufgabe wie der Ausgangsfilter bei einer class d Endstufe.
Man erkennt, zu welchen klanglichen Leistungen ein solches Prinzip in der Lage ist.

Bei einem class d Verstärker besteht der Möglichkeit der digitalen Ansteuerung. Mit den geeigneten Ansätzen kann man die Signale digitaler Quellen ohne vorherige Wandlung bis an die Ausgangsstufe leiten. Unsere Lautsprecher werden damit quasi direkt an den CD/DVD-Player gehängt.

Es ist in der Nachrichtentechnik durchaus üblich, ein Signal auf einen Träger zu modulieren, wenn man den Träger besser übertragen oder verarbeiten kann. Ohne solche Verfahren hätte niemand von uns je einen Ton aus einem Radio gehört. Dabei zeigt der Vergleich von UKW zu Mittelwelle, welchen Einfluß das geeignete Modulationsverfahren hat.

Warum sollte man also keine Modulation anwenden, um ein Signal besser mit einer Leistungsstufe übertragen zu können?




 
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