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 Ausfiltern von Raummoden



Im normalen Wohnraum ist eine Optimierung der Akustik in der Regel nur begrenzt möglich. Gerade im Bassbereich hat man meist doch noch einige Resonanzen, die bei manchen Musikstücken dann sehr zum Dröhnen und Nachschwingen neigen. Eine Bekämpfung solcher Effekte setzt meist bauliche Maßnahmen voraus, die nur in professioneller Umgebung als tragbar und bezahlbar empfunden werden. Im heimischen Wohnzimmer kann man in der Regel eine deutliche Verbesserung erreichen, wenn man die Raummoden weniger stark anregt. Rein passiv wird das oft dadurch gelöst, dass man in kritischen Räumen einfach nur mir kleinen 2Wege-Boxen hört, die von sich aus kaum Bass abstrahlen können. Damit kann man zwar die Dröhnneigungen vermeiden, von tiefem Bass ist aber auch nichts zu hören. Mit dem dspModul kann man hier sehr gezielt und genau eingreifen, wie es auf klassischem, analogem Wege kaum machbar ist. Es werden dabei die zum Dröhnen neigenden Frequenzbereichen sehr schmalbandig unterdrückt, so dass diese dann den Raum entsprechend weniger anregen.

Die Einstellung gelingt am besten, wenn man entsprechende Messmittel hat. Ein Mikro, ein PC mit Soundkarte und ein Programm wie z.B Arta sind dazu sehr hilfreich. Man sollte am besten kanalgetrennt den Frequenzgang am Hörplatz und auch an anderen Stellen (etwas größere Hörzone) messen. Die bei vielen Messprogrammen eingeschaltete Mittelung der Welligkeiten sollte man auf eine sehr geringe Mittelung einstellen. Die Messkurven sind meist eine ziemliche Berg- und Talfahrt. Legt man mehrere Kurven übereinander, so zeigen sich oft Bereiche, die an fast allen Messstellen zu Überhöhungen neigen. Genau diese Frequenzen deuten auf Raummoden hin.

In der Entzerrung kann man dann einen Kerbfilter (EQ) benutzen, um diese geziehlt zu unterdrücken. Man trät die Frequenz der Mode (meist 30..120Hz) ein, wählt eine Güte (meist 3..10) und dann die Stärke der Unterdrückung (meist -5..-10dB).

Je nach bevorzugter Musikrichtung sollte man es mit der Entzerrung nicht übertreiben, da dann die Wiedergabe schnell blutleer und dünn erscheint. Raummoden benötigen ja eine gewissen Einschwingzeit und können sich dadurch bei impulsiver Musik nicht so stark aufbauen wie z.B bei langanhaltenden Orgeltönen. In der Praxis hat es sich bewährt, die messtechnischen Überhöhungen nur zu 1/2 bis 2/3 auszugleichen. Eine messtechnische Überhöhung von z.B 10dB solle also nur mit -5..-7dB kompensiert werden.

Schmalbandige Einbrüche im Frequenzgang sollte man lieber unbehandelt lassen. Sie deuten auf Auslöschungen durch Reflexionen hin, sind an jeder Stelle sowieso anders und würden bei einer Kompensation sehr schnell zur Übersteurung der Elektronik und vor allem der Tieftöner führen.

Man kann die Problemstellen auch mit einer CD (tieffrequente Testtöne) und den Ohren finden.

Man merkt sich die Frequenzen, bei denen es am schlimmsten dröhnt und dämpft diese dann in der Kompensation ab. Man wird bei dieser Methode aber schon einige Anläufe benötigen, bis man zufrieden ist.

 
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