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 Raum & Aufstellung

Im Folgenden eine kleine Beschreibung zur Optimierung der Anpassung von Lautsprechern an den Hörraum.

Zuerst wurden die Aufstellung der Lautsprecher solange optimiert, bis das gehörmößige Ergebnis als optimal erschien. Ohne elektronische Vorentzerrung hätte man mit dem Ergebnis dann zufrieden sein müssen.
Eine Messung im Hörbereich sieht dann etwa so aus:



Bei 40Hz ist eine Überhöhung zu sehen, um die 85Hz eine Senke.
Im weiteren Verlauf sind 3 weitere Überhöhungen um die 150Hz, 280Hz und 1500Hz zu erkennen.
Der Verlauf in den Höhen ab ca 8kHz ist zu stark fallend.




Mit 4 EQs kann man die Überhöhungen gut glätten.
Die Senke um die 85Hz kommt durch eine Auslöschung und sollte unbehandelt bleiben.




2 Höhenregler bei 10kHz und 16kHz linearisieren den Verlauf in den Höhen.




Aufgrund der Richtwirkung und der zunehmenden Dämpfung von Hörräumen in den Höhen sollte der Frequenzgang eines Lautsprechers im Hörbereich NICHT linear sondern leicht fallend verlaufen.
Um sich hier einem Ideal anzunähern wurde eine Führungsfunktion mit leichter Bassanhebung und leichter Höhenabsenkung im einen Kanal vorgegeben (grün) um dann den Verlauf des Lautsprechers an diesen anzupassen.
Dabei sollte man Einbrüche weniger stark bewerten als Überhöhungen weil der Mensch auf Einbrüche weniger empfindlich reagiert wir auf Überhöhungen.




Hier der Verlauf ohne Entzerrung, die Wirkung der Filter und das Ergebnis.
Danach wurde auf die gleiche Weise der andere Kanal angepasst. Von der gewünschten Zielfunktion kann man sich dabei am schon entzerrten Kanal orientieren.
Gerade im Mittel- und Hochtonbereich kann eine Angleichung der beiden Kanäle die Lokalisierungsschäfe verbessern.



Zum Abschluß die Filtereinstellungen.
Zuerst wurden die Überhöhungen ausgelichen, dann die Höhen linearisiert.
Der gewünscht fallende Verlauf wurde dann am Ende aufgeprägt.
So kann man das Ergebnis gehörmäßig prüfen und durch einen Feinabgleich der Werte noch weiter optimieren.




Hier der entzerrte Verlauf eines anderen Lautsprechers in einem anderen Hörraum.
Da der Frequenzgang dem des obigen Beispieles sehr ähnlich ist, klingt es tonal auch ähnlich. Dennoch haben die beiden durchaus ihren sehr eigenständigen Klang, der sich halt nicht im Frequenz- oder Phasengang darstellen lässt.

Schön sichtbar ist, dass die kleinen Schwankungen im Mitteltonbereich teilweise genau gegensätzlich sind. Dies ist durchaus üblich und kann durch eine Veränderung der Hör-/Messposition um wenige cm teilweise deutlich verändert werden.
Aus diesem Grunde ist es sinnfrei, diese kleinen Welligkeiten kompeniseren zu wollen. Eine "Verbesserung" an einer Position würde dann unweigerlich eine entsprechende Verschlechterung nur wenige cm daneben erzeugen.

Rein gehörmäßig bringt die Reduzierung der Überhöhungen im Bass und die Optimierung des groben Gesammtverlaufes den größten Effekt. Die Angleichung der Kanäle kann die Lokalisierung verbessern. Kleinere Welligkeiten im Verlauf (im Beispiel oben um die 150Hz, 280Hz und 1500Hz)sind eher kosmetischer Natur und erst wirklich hörbar, wenn der Rest stimmt.



Zu den Möglichkeiten, mit einem EQ auf Raummoden zu reagieren gibt es hier einen netten Beitrag:
http://www.casakustik.de/forum/index.php?topic=309.0


Untersuchung zu passiven Absorbern und parametrischem EQ:
http://hifiakademie.de/pdf/Entwicklung_SBA.pdf



 
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