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 PowerAmp P6-500


 Beschreibung des Kunden:

Guten Tag Herr Reith,

zunächst die Kurzfassung:
Das P6-Board ist eingebaut, spielt, und wird dort bleiben, wo es jetzt ist.
Schicken Sie mir also bitte noch die Rechnung, die habe ich bis jetzt noch nicht.


Und jetzt die Langfassung:

Ich hatte aufgrund der Lektüre zweier Kundenzuschriften auf Ihrer Webseite, gewisse Erwartungen, was sich mit dem Austausch des Poweramp-Boards gegen das P6 so ändern könnte.
Diese Erwartungen wurden teilweise erfüllt, teilweise eher nicht, unter dem Strich ist das Ergebnis aber ausgesprochen positiv.
Nun sind natürlich die Anlagen alle mehr oder weniger unterschiedlich, Hörraume auch, und die Ohren (und das dazwischen) sowieso.
Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass die neben mir sitzende Person zwar zwangsläufig dieselben Schallwellen abbekam, als wir beim Wechsel eines Kabels übereinstimmend merkliche Unterschiede festgestellt wurden.
Diese Änderungen lösten aber völlig gegenteilige Eindrücke aus. ("Klingt viel räumlicher" -"nee, find ich viel dumpfer").
Interessant. Soviel zu objektiven Aussagen zum Klang.

Was hat sich nun also bei mir geändert mir dem Wechsel auf die P6 geändert?
Zunächst die Kette:
Netplayer mit CD-Laufwerk - 75-Ohm- Verbinder - Poweramp mit Digitaleingang und dsp - Lautsprecher Hobby-Hifi Harwood AM 23. Den DSP nutze ich aktuell (noch) nicht, dieser spielt im Folgenden also keine Rolle.
Die Lautsprecher entsprechen beim Gehäusematerial nicht dem HH-Plan, ich habe hier Zementfaserplatten (eterplan) verwendet.
Diese sind im vergleich zu MDF dreimal so schwer, viel weniger elastisch, Resonanzen (Klopfprobe am Reststück) liegen frequenzmäßig viel höher als MDF oder Multiplex und klingen weitaus schneller ab.
Außerdem sind sie sechsmal so teuer wie MDF, verschleißen reihenweise Hartmetallfräser und sonstige Werkzeugscheiden und sind auch sonst holzwurmtechnisch unangenehm zu bearbeiten.
Aber es geht, man sollte allerdings handwerklich wissen, was man tut und es ist nichts für economy - Projekte.
Die Boxen mit je 30l netto wiegen mit Sandfüllung im Weichenfach pro Stück 60 Kg. Die Gehäuse sind: RUHIG.

Ich muss noch vorausschicken, dass ich ein paar Tage vor der Bestellung des P6 die alten Lautsprecherkabel (6x2,5 Lapp Ölflex, war in den 80ern mal ein Geheimtipp in der stereoplay) getauscht habe gegen ein paar Platin Line LS 2 von WSS.
Ich hatte bei meinem alten Kabel bisher nie den Eindruck, ich müsse hier dringend etwas ändern. Da WSS das LS2 aber derzeit vergünstigt anbietet, und ich sehr Positives darüber gelesen hatte, hat eben der Bestellfinger gezuckt.
Tja. Anscheinend ist da noch jemand, der wenig Gedöns macht, aber ansonsten ziemlich genau weiß was er tut. Die Verbesserung ist mehr als deutlich, Klarheit, Räumlichkeit, Klangfarben, Ruhe im Klangbild von allem einfach mehr, dabei völlig neutral und effektfrei.
Räume haben auf einmal, wo auf der Aufnahme vorhanden, auch eine Rückwand, einzelne Töne körperhafter, deutlich umrissen. Viel mehr Musik, das Kabel ist meines Erachtens auch den regulären Preis locker wert.

Das Alles kaum angehört, nun das Upgrade auf den P6. Das Kabel hatte einem Motivationsschub ausgelöst, noch mehr zu probieren.
Ich fange mal bei der im Bestellschreiben geäußerten Hoffnung an, dass sich laute Singstimmen und Soloinstrumente, die etwas auf Ohr drücken, nun etwas zurückhalten würden.
Ich hatte das vorher nicht mit dem Poweramp in Verbindung gebracht, hatte dann aber eine Kundenzuschrift dahingehend interpretiert.
Dies war dann auch eine Fehlinterpretation oder Wunschdenken, hier hat sich nämlich nichts geändert, außer dass primär durch das Kabel, dann nochmals gesteigert durch den P6 die räumliche Fokussierung besser wurde.
Wahrscheinlich ist meine vorherige Erklärung die Richtige: Stimmen und Soloinstrumente werden halt auch mal richtig laut. Die Lautsprecher haben größenbezogen einen ganz guten Wirkungsgrad, und zwei 50er Schwingspulen sterben auch nicht sofort den Hitzetod, wenn es mal zur Sache geht.
Hinzu kommt, dass bei der M-T-M Anordnung im fraglichen Frequenzbereich die beiden Tiefmitteltöner vertikal schon bündeln. Die Lautsprecher gehen da einfach noch nicht in die Kompression und reichen das Eingangssignal ungerührt durch. Es ist dann halt einfach laut.
Vielleich doch einfach mal 3 db weniger Pegel..?
Was sich durch die P6 allerdings sehr merklich gegenüber dem poweramp geändert hat, ist die - zumindest in meiner Kette - signifikant gesteigerte Kontrolle im Bassbereich.
Der alte poweramp war keineswegs unkontrolliert, wirkte untenrum aber gemütlicher, runder. Der P6 ist schneller straffer, entschlackter, etwas schlanker im mittleren Bass, klarer, viel besser durchhörbar, mehr Klangfarbendifferenzierung im Bass.
Am Schub hat sich nichts geändert, der war und ist ein erfreulichem Maße vorhanden.
Obenherum gab es eine weitere Steigerung dessen, was ich schon beim Kabel beschrieben habe nochmal obendrauf, allerdings nicht ganz in dem Maße wie beim Kabelwechsel noch am alten poweramp.
Aber auch hier: Räumlichkeit - die ja vorher schon auch richtig gut war - und Details klarer, genauer, konkreter, greifbarer ohne irgendwelchen künstlich analytischen Effekte. Der Hintergrund ist ruhiger, schwärzer, wenn man so will, mehr Lebendigkeit im leisen Bereich.
Und dann noch etwas:
Bei dem Wechsel auf das WSS-Kabel kam mir mit dem alten poweramp der obere Frequenzbereich ein wenig abgedunkelt vor, wenngleich deutlich mehr Feininformationen vorhanden waren und alles insgesamt natürlicher war.
Mit dem P6 ist das Ganze jetzt, schwierig in Worte zu fassen, ich sage mal: "lichter", der Abdunklungseffekt ist weg, die Durchhörbarkeit nochmals gesteigert, keinerlei Idee mehr, lauter machen zu müssen um "mehr" zu hören.

Insgesamt wirkt das Klangbild müheloser, gelöster, entspannter, unmittelbarer, natürlicher.
Grobdynamik war vorher ja schon kein Thema.
Da macht die Summierung von Details eine ganze Menge aus, vor allem nämlich nochmals deutlich gesteigerte Freude am Musikhören.
Danke, Herr Reith, es hat sich rentiert.


mit freundlichen Grüßen
...





 
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