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 Schlussbetrachtung

Es gibt natürlich noch weitere Ansätze und jeder Hersteller behauptet, er habe die Welt neu erfunden - was noch nie Dagewesenes geschaffen. Bei genauer Betrachtung lassen sich aber fast alle Ansätze auf eine Abwandlung des hier beschriebenen zurückführen.

Jedes Prinzip hat seine Vorteile, keines ist ohne Nachteile.

Wie eingangs beschrieben, sind aber auch klassiche Konzepte mit vielen prinzipiellen Nachteilen behaftet. Bei fast allen Ansätzen bleibt der Ausgangsfilter ungeregelt. Dies ist vom Grundansatz zwar bedauerlich, sollte in der Praxis aber nicht überbewertet werden. Letztlich werden hier Bauteile verwendet, wie wir sie auch in den Weichen der Lautsprecher finden.

Der Dämpfungsfaktor ist auch mit umgeregeltem Ausgangsfilter immer noch besser als der von ein paar Metern sehr gutem Kabel. Die Frequenz- und Phasenfehler durch die Wechselwirkungen mit der Lautsprecherimpedanz lassen sich bei Taktfrequenzen von einigen zehn bis hundert kHz aus dem Audiobereich schieben. Auch die Nichtlinearitäten der Ausgangsspule können durch geeignete Kernmaterialien sehr gering gehalten werden.

Röhrenverstärker haben in der Regel einen Ausgangsübertrager mit jede Menge Kupfer und einem u-Metallkern. Doch jeder der gute Exemplare diese Gattung gehört hat, wird schnell die Bedenken vergessen und die Musik genießen. Schon Ende der 70er Jahre mussten auch die letzten Messwerte-Anbeter unter den Audio-Ingenieuren erkennen, dass eine weitere Verbesserung irgendwelcher Messwerte nicht unbedingt zu einem besseren Klang führt. Solange die Messwerte nicht auf grobe Fehler oder Defekte hinweisen, kommt es eher auf das wie und weniger auf das wieviel an.

Einige Ansätze versuchen, die Filterfehler durch eine Rückführung des analogen Ausgangssignals in den Modulator zu eliminieren. Damit sollte man aber sehr vorsichtig sein. Der Filter muss schließlich eine begrenzte Bandbreite haben und verzögert dadurch das Signal erheblich. Eine Ausregelung seiner Fehler würde also bei niedrigen Frequenzen deutlich stärker wirken als bei höheren. Solche Probleme kennt man auch von den "Über-Alles-Gegenkopplungen" von analogen Verstärkern. Man kann damit wunderbar die Messwerte verbessern, der Klang bleibt aber oft auf der Strecke. Die für den Klangeindruck wichtige Klirrverteilung wird vor allem von der Ausgangsstufe und dem Modulator bestimmt und nicht vom Filter.

Getaktete Konzepte liefern an ihrem Ausgang immer mehr oder weniger starke Reste der Taktfrequenz. Bei geeigneter Filterauslegung sind diese jedoch fast sinusförmig und vom Pegel her relativ gering. Dennoch kann es nicht schaden, Lautsprecherleitungen mit möglichst geringer Induktivität zu verwenden. Damit wird die Abstrahlung über die Leitungen auf ein Minimum reduziert.

Gegen kapazitive Belastungen, sei es durch die Lautsprecherleitungen oder durch Elektrostaten, sind class d Verstärker in der Regel wesentlich unempfindlicher als class ab Typen.





 
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