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 Phasengang und Sprungantwort

Bisher haben wir vor allem den Frequenzgang betrachtet. Oft ist aber auch der Phasengang von Interesse, manche Zeitgenossen orientieren sich auch an der Sprungantwort.
Nun, bei Lautsprechern gibt es einen festen Zusammenhang zwischen Frequenz- und Phasenverhalten.
Wenn man mit der geeigneten Entzerrung den Frequenzgang der Treiber linearisiert, dann kann dass auch sehr hilfreich für den Phasengang und die Sprungantwort sein.

Dazu hier der Visaton B200.
Oben der Pegelverlauf des unentzerrten und des entzerrten Treibers.
Darunter dann die Darstellung des Phasenverhaltens nach der Entzerrung.
Unten schließlich der Vergleich der Sprungantworten mit und ohne Entzerrung.

Wie man sieht, wird auch die Sprungantwort durch die Entzerrung nahezu perfekt.







Man sollte die Sprungantwort nicht überbewerten, da diese Darstellungsform recht wenig mit dem menschlichen Hörempfinden gemein hat.
Die lineare Zeiteinteilung spreitzt die Verhältnisse im Hochtonbereich, lässt aber keine Aussagen über den Bass und Grundton zu.
Unterschiedliche Untersuchungen belegen, dass Laufzeitunterschiede unter 1-2ms im Mittel-Hochtonbereich keine statistisch haltbaren Klangunterschiede verursachen.
Die Sprungantwort würde damit entsprechend sehr deutlich unterschiedlich aussehen ohne dass es einen klanglichen Unterschied geben würde.
Wichtiger ist die Betrachtung der Laufzeit in der logaritmischen Darstellung über der Frequenz. Hier sollte sich ein möglichst ausgewogener Verlauf zeigen.

Wenn es Belege für hörbare Laufzeiteffekte gibt, dann sind diese im Bass und Grundton angesiedelt. Der jedoch wird in den üblichen Sprungantworten gar nicht dargestellt. Die logaritmische Darstellung von Pegel, Phase und Laufzeit über der Frequenz kann deutlich besser lesbare und mit dem Hörempfinden korrelierende Eindrücke vermitteln als es die Sprungantwort leisten kann.

Ein Anstieg der Laufzeit im Bass ergibt sich oft zwangsläufig durch die niedrigen Frequenzen. Die Anzeigeoption "...Laufzeit*Frequenz" skaliert darum die Laufzeit auf die Periodendauer der Signalfrequenz, was bei der Beurteilung der Verhältnisse im Bass und Grundton sehr hilfreich sein kann. Im Mittel- und Hochtonbereich ist diese Darstellung allerdings wenig hilfreich, die normale Laufzeitanzeige entsprechend aussagekräftiger.



 
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